Ein Artenbecken wirkt lebendiger als viele Fische zusammen
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Nach dem Ablaichen sollte das Weibchen getrennt oder zumindest stark gefüttert werden. Viele Killifisch-Männchen treiben das Weibchen weiter, bis es erschöpft ist. Ein separates Aufzuchtbecken für die Eier ist sinnvoll, denn im Artenbecken werden Larven und Eier oft gefressen. Wer mit Torf laicht, kann diesen nach einigen Tagen leicht ausdrücken und in einem kleinen Behälter bis zum Schlupf lagern. Die Wassertemperatur im Aufzuchtbehälter sollte stabil bleiben, Schwankungen verzögern den Schlupf.
Von unten nach oben gehören in ein Gefäß zuerst grobe Steine oder Blähton mit mehr als 16 Millimetern Korngröße. Darüber kommt eine dünne Lage gebrochener Kies, etwa 8 bis 16 Millimeter, ohne Feinsand. Erst dann folgt der eigentliche Nährboden. Der Kies darf nicht gewaschen und verdichtet eingebaut werden, sonst sinkt die Luftleitfähigkeit. Der Nährboden wird locker aufgebracht und leicht angedrückt, nicht gestampft. Bei Gefäßen ohne Abzugsloch muss ein Überlauf oder ein Steigrohr eingeplant werden, sonst sammelt sich das Wasser in der untersten Zone und steigt kapillar wieder hoch.
Ein typischer Anfängerfehler ist das Einsetzen in Reihen wie im Beet. Im Aquarium wirkt das unnatürlich und führt dazu, dass sich die Pflanzen gegenseitig beschatten. Besser ist eine gruppenweise Anordnung mit lockeren Abständen. Auch der Abstand zur Scheibe und zu technischen Geräten sollte bedacht werden: Heizstäbe und Filterausläufe vertragen keine dichten Pflanzenbüschel.
Ein häufiger Fehler: Die Wurzeln werden nur abgespült, nicht gekürzt. Dann fault der alte Wurzelballen im Kies und zieht Schnecken sowie Bakterien an. Ebenso falsch ist es, die Wurzeln vor dem Kürzen stundenlang zu wässern. Das schwächt die Pflanze zusätzlich.
Steine setzen: http://ingeekswetrust.De/ breit lagern statt hoch stape
Die eigentliche Paarung dauert oft nur Sekunden. Das Männchen drückt das Weibchen seitlich und beide sinken für einen Moment zum Boden. Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen abgelegt. Bei Bodenlaichern verschwinden die Eier im Substrat, bei Pflanzenlaichern haften sie an feinen Blättern. Ein typischer Fehler ist ein zu grober Kies: Die Eier fallen in Hohlräume und werden von den Eltern nicht mehr gefunden, oder sie verfaulen. Feiner Sand oder Torf ist hier die bessere Wahl.
Steinwolle entfernen: Reste schaden mehr als sie nützen Die meisten Pflanzen werden in Steinwolle geliefert. Diese mineralische Faser hält die Wurzeln feucht, zersetzt sich aber im Aquarium nicht. Bleibt sie am Wurzelhals haften, behindert sie das Wachstum und kann den Bodengrund verstopfen. Entferne die Wolle deshalb vollständig – mit den Fingern, einer Pinzette oder einem Zahnstocher. Arbeite vorsichtig, damit die Wurzeln nicht abreißen. Reste, die zwischen den Wurzeln sitzen, lassen sich unter fließendem Wasser leichter lösen.
Killifische sind für ihre Sprungfreudigkeit bekannt. In einem Artenbecken ohne Abdeckung reicht oft ein kurzer Schreck, ein Revierkampf oder ein Balzversuch, um einen Fisch auf dem Fußboden zu finden. Wer die Tiere dauerhaft halten will, kommt um einen sicheren Deckel nicht herum. Ein einfacher Glas- oder Kunststoffdeckel mit umlaufender Dichtung genügt, solange er vollflächig aufliegt und keine Lücken an den Kanten bleiben. Besonders wichtig sind die Aussparungen für Filter und Kabel: Jede Öffnung größer als zwei Zentimeter wird früher oder später zum Ausgang.
Typische Fehler zeigen sich schnell. Blähtonkugeln werden oft mit Kies verwechselt, zerfallen aber mit der Zeit und verdichten sich. Feiner Aquarienkies bildet nahezu eine Abdichtung. Ein Topf ohne Abzugsloch macht jede Drainage wirkungslos, weil das Wasser nirgendwohin kann. Und wer erst beim Umtopfen merkt, dass die alte Kieslage bereits verschlammt ist, hat meist schon Wurzelschäden.
Wurzeln kürzen: Warum das kein Frevel ist Vor dem Einsetzen werden die Wurzeln auf etwa zwei bis drei Zentimeter gekürzt. Das klingt radikal, ist aber notwendig: Beim Ausgraben im Zuchtbecken brechen feine Haarwurzeln ab, die im Aquarium ohnehin absterben und dann Faulprozesse auslösen. Ein sauberer Schnitt mit einer scharfen Schere direkt unterhalb des Wurzelhalses regt die Bildung neuer Wurzeln an. Kürze nur die Hauptwurzeln, nicht den Wurzelstock selbst. Bei Pflanzen mit Rhizom – etwa Anubias oder Microsorum – bleiben die Wurzeln länger, weil sie nicht im Substrat verankert werden, sondern auf Steinen oder Holz aufsitzen.
Ein Artenbecken für Killifische braucht also zwei Dinge: einen wirklich dichten Sprungschutz und Rückzugsmöglichkeiten für das Weibchen. Wer beides beachtet, erlebt das Balzverhalten ohne Ausfälle und kann regelmäßig Nachwuchs erwarten. Kontrollieren Sie den Deckel nach jedem Wasserwechsel, denn genau dann entstehen die Lücken, durch die Fische entwischen.
Paarungsverhalten richtig deuten Killifische zeigen ein ausgeprägtes Balzverhalten. Männchen färben sich intensiv, spreizen Flossen und schwimmen in kurzen Bögen um das Weibchen. Dabei kommt es zu Scheinangriffen und kurzen Verfolgungsjagden. Wer dieses Verhalten als Aggression fehldeutet und die Tiere trennt, unterbricht die Paarung. Wichtig ist, das Weibchen nicht zu bedrängen: Ein Männchen, das ständig jagt, erschöpft das Weibchen. Ein dichter Pflanzenbestand mit Verstecken gibt dem Weibchen Rückzugsmöglichkeiten. Torffasern, Http://Praxis-Ritthammer.De Javamoos oder feine Wurzeln dienen zugleich als Laichsubstrat.
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