Warum weniger Augen am Rebstock mehr Trauben bringen?

작성자 Eusebia
작성일 26-09-13 04:13 | 4 | 0
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Ein Weinrebe an der Hauswand wächst oft jahrelang vor sich hin, bis sie ein undurchdringliches Blätterdach bildet. Die Folge: viele kleine, saure Beeren und kaum Licht im unteren Bereich. Wer den Stock dagegen gezielt auf wenige Augen zurückschneidet, konzentriert die Kraft der Pflanze auf wenige Triebe. Genau diese Triebe tragen dann größere, süßere Trauben. Der Schnitt ist keine Kunst, aber er verlangt Timing und ein klares Ziel.

Das Bluten setzt meist Ende März oder Anfang April ein, abhängig von Bodentemperatur und Witterung. Sobald der Boden sich auf etwa acht bis zehn Grad erwärmt, nimmt die Wurzelaktivität zu. Der Druck im Leitungsgewebe steigt, und an offenen Wunden tritt Flüssigkeit aus. Besonders stark bluten Reben nach einem späten, kräftigen Schnitt, wenn die Schnittflächen groß sind und mehrere Stunden oder Tage unverschlossen bleiben.

Die Mulchschicht darf nicht zu dick ausfallen. Zwei bis drei Zentimeter reichen aus, um Unkraut zu unterdrücken und die Verdunstung zu reduzieren. Wer mehr aufträgt, riskiert Fäulnis und Sauerstoffmangel im Boden. Besonders um junge Pflanzen im Innenraum und Stauden sollte ein Abstand von einigen Zentimetern zum Stängel eingehalten werden, damit sich keine Feuchtigkeit am Wurzelhals staut. Für Wege, unter Hecken oder zwischen Beerensträuchern sind dickere Schichten dagegen unproblematisch.

Beim Schnitt selbst sollte man saubere, scharfe Werkzeuge verwenden. Ruten immer direkt am Boden abschneiden, ohne Stummel stehen zu lassen. Stummel faulen und bieten Schädlingen Unterschlupf. Zwischen den Schnitten das Werkzeug desinfizieren, besonders wenn Krankheiten im Bestand auftraten. Abgeschnittenes Material nicht auf dem Beet liegen lassen, sondern entfernen. Wer zu viele Ruten stehen lässt, erntet kleinere Früchte und fördert Grauschimmel.

Wann das Bluten harmlos bleibt und wann nicht Harmlos ist das Bluten, solange die Flüssigkeit klar bis leicht trüb ist, nicht riecht und nach einigen Tagen von selbst versiegt. Sobald sich Kallusgewebe bildet, schließt sich die Wunde. Kritisch wird es, wenn die Wunde über Wochen offen bleibt, die Flüssigkeit dunkel oder schleimig wird oder Fäulnisgeruch auftritt. Dann können Bakterien oder Pilze eindringen. Ein weiteres Warnzeichen: Das Bluten beginnt bereits im Februar bei kalten Böden oder hält bis in den Juni an. In solchen Fällen stimmt etwas mit dem Wurzelsystem oder dem Standort nicht.

Wer das Bluten reduzieren will, http://ossenberg.ch/index.php?title=wer_falsch_auslichtet,_verliert_die_halbe_ernte sollte den Schnitt möglichst spät im Winter oder früh im Frühjahr durchführen, kurz bevor die Knospen schwellen. Zu früher Schnitt im Dezember oder Januar führt oft zu starkem und langem Bluten. Große Schnittflächen sollten schräg geführt werden, damit Wasser ablaufen kann. Ein Verschluss mit Wachs oder Paste ist umstritten, kann aber bei sehr stark blutenden Sorten helfen. Wichtig ist, das Werkzeug vor jedem Schnitt zu desinfizieren, um keine Erreger zu übertragen.

Bei einmal tragenden Sorten ist der Rückschnitt nach der Ernte entscheidend. Sobald die letzten Früchte gepflückt sind, werden alle abgetragenen Ruten bodennah entfernt. Junge, noch grüne Ruten bleiben stehen – sie tragen im nächsten Jahr. Ein häufiger Fehler ist, diese jungen Ruten zu kurz zu schneiden oder mit den alten zu verwechseln. Alte Ruten erkennt man an der braunen, oft rissigen Rinde; junge sind hell und glatt. Wer im Frühjahr schneidet, riskiert, dass die Knospen bereits austreiben und die Pflanze Kraft verliert.

Typische Fehler sind: den Schnitt bei Frost durchzuführen, mehrere Jahre alte Wunden nicht zu kontrollieren, oder das Bluten als Zeichen von Überdüngung fehlzudeuten. Tatsächlich hat das Bluten nichts mit Düngung zu tun, sondern allein mit dem Wurzeldruck. Wer jetzt eingreift und die Pflanze stark wässert, verstärkt das Problem oft. Besser ist es, abzuwarten und die Wunde nur zu beobachten. Bei anhaltendem, starkem Bluten kann ein vorsichtiger Rückschnitt bis ins gesunde Holz helfen.

Insgesamt ist das Bluten der Rebe ein natürlicher Vorgang, der den Beginn der Vegetationsperiode anzeigt. Solange die Flüssigkeit klar bleibt und die Wunde sich binnen einer Woche schließt, besteht kein Grund zur Sorge. Beobachten statt eingreifen lautet die Devise. Erst wenn Fäulnis, Geruch oder eine übermäßig lange Blutung auftreten, sind Maßnahmen wie ein sauberer Nachschnitt oder eine Standortprüfung sinnvoll.

Wenn im Frühjahr aus Schnittwunden am Rebstock klare Flüssigkeit tropft, spricht man vom Bluten der Rebe. Das Phänomen tritt auf, wenn der Wurzeldruck steigt und die Pflanze beginnt, Wasser und gelöste Nährstoffe nach oben zu pumpen. Der Austrieb hat noch nicht begonnen, die Knospen sind geschlossen, doch im Inneren läuft der Saftstrom bereits auf Hochtouren. Tropfen an der Schnittstelle sind kein Zeichen von Krankheit, sondern ein normaler physiologischer Vorgang.

Typische Fehler: das Abreißen ganzer Ranken mit der Hand, der Einsatz von Hochdruckreinigern auf befallenem Putz, das Überstreichen von Haftwurzeln mit Farbe ohne vorherige Entfernung. Auch das Abschneiden auf Kniehöhe ohne Nachkontrolle rächt sich – der Efeu treibt aus dem verholzten Stamm wieder aus, oft dichter als zuvor. Kontrollieren Sie deshalb alle sechs bis acht Wochen die Schnittstellen und zupfen neue Triebe früh ab, solange sie noch krautig sind.

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