4 Merkmale, an denen man die Schnittgruppe erkennt
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Nicht jede Art verzeiht einen radikalen Schnitt gleich gut. Arten, die am mehrjährigen Holz blühen, treiben oft willig aus dem alten Holz, blühen aber im Folgejahr nicht. Sorten, die nur an einjährigen Trieben blühen, erholen sich schneller, weil sie ohnehin jedes Jahr neues Holz bilden. Wer sich unsicher ist, lässt die Pflanze ein volles Jahr ohne jeden Schnitt durchwachsen. Die entstandene Naturform zeigt dann zuverlässig, wo der Strauch seine neuen Leittriebe aufbaut. Danach richtet sich jeder weitere Schnitt.
Augen pro Rute und pro Stock richtig berechn
Die dritte Gruppe wächst krautig und stirbt im Winter bis zum Boden ab. Sorten wie Clematis viticella, Clematis texensis oder 'Jackmanii' blühen an den Trieben des laufenden Jahres, meist von Juli bis September. Sie werden im Spätwinter auf etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten, und zwar auf ein kräftiges Knospenpaar. Wer hier zaghaft schneidet, erhält lange, dünne Triebe mit wenigen Blüten. Ein kräftiger Rückschnitt ist bei dieser Gruppe kein Fehler, sondern die Voraussetzung für einen dichten, reich blühenden Aufbau.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt in die alte, verholzte Zone. Solange die Hecke im grünen, jungen Bereich geschnitten wird, treibt sie zuverlässig neu aus. Wer bis ins braune, holzige Innere schneidet, riskiert, dass die Lücke nicht mehr schließt. Besonders bei Koniferen wie Thuja oder Zypresse ist das ein Problem. Deshalb gilt: lieber zweimal im Jahr moderat zurückschneiden als einmal radikal. Der zweite Schnitt erfolgt im Spätsommer, der erste im Frühjahr nach dem Frost.
Ein radikaler Rückschnitt kann einen Strauch bis ins alte Holz zurückwerfen. Anders als bei einem Formschnitt bleiben dann oft nur Stummel und kahle Gerüsttriebe übrig. If you are you looking for more info regarding Http://Neubert-Grosse.De/ visit our web site. Die Pflanze hat ihre Blattmasse und damit ihre Energiereserven verloren. Trotzdem ist ein solcher Strauch selten verloren. Entscheidend ist, wie tief der Schnitt ging und wie die Art auf Starkast-Schnitt reagiert. Manche Gehölze treiben aus schlafenden Augen am alten Holz zuverlässig neu aus, andere werfen nur noch dünne Nottriebe.
So wird der Drittelschnitt in der Praxis umgeset
Warum die Klingenform wichtiger ist als die Geschwindigke
Woran man die Gruppe im Garten erkennt Zwei Beobachtungen helfen weiter, ohne Fachliteratur. Erstens: Blüten erscheinen nur an kurzen, im Vorjahr gewachsenen Seitentrieben, während die langen Haupttriebe kahl bleiben. Zweitens: Nach der ersten Blüte folgt oft eine zweite, schwächere im Spätsommer an neuen Trieben. Wer unsicher ist, lässt die Pflanze ein Jahr lang ungeschnitten und notiert, an welchen Trieben sich Blüten bilden. Diese Notiz ist zuverlässiger als jede Tabelle.
Wer den Strauch nach dem Neuaustrieb sofort wieder in Form bringen will, begeht den zweiten großen Fehler. Die Pflanze investiert ihre gesamte Kraft in die neuen Triebe. Ein zweiter starker Eingriff im selben Jahr raubt ihr die Möglichkeit, Reserven für den Winter aufzubauen. Man begnügt sich mit dem Entfernen offensichtlich kranker oder sich kreuzender Triebe. Der eigentliche Aufbauschnitt folgt erst im nächsten Frühjahr, wenn der Strauch wieder über ein funktionierendes Blattwerk verfügt.
Die erste Gruppe umfasst frühblühende Arten, die bereits im April und Mai erscheinen. Zu ihnen gehören unter anderem Clematis alpina, Clematis macropetala und Clematis montana. Sie blühen an den Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Deshalb wird hier nur nach der Blüte geschnitten, und zwar behutsam. Typischer Fehler: ein starker Rückschnitt im Herbst oder zeitigen Frühjahr. Er entfernt genau die Knospen, umweltfreundliche Wandgestaltung die die nächste Blüte tragen. Ausgedünnt werden nur abgestorbene und zu dicht stehende Triebe, alte Exemplare gelegentlich verjüngt.
Ein häufiger Fehler ist ein sofortiger starker Düngergabe. Der Strauch kann die Nährstoffe nicht verarbeiten, weil ihm die Blätter zum Assimilieren fehlen. Die Salze reizen die Wurzeln zusätzlich. Besser ist es, abzuwarten, bis die ersten neuen Triebe sichtbar sind. Erst dann gibt man eine milde Gabe organischen Düngers oder Kompost. Auch das Gießen will dosiert sein: Ein durchschnittener Strauch verdunstet kaum noch Wasser, Staunässe im Wurzelbereich schadet mehr als Trockenheit.
Zuerst prüfen, ob noch Leben im Holz steckt Bevor irgendetwas geschnitten oder gedüngt wird, stellt man fest, was noch lebt. Mit dem Fingernagel oder einem Messer ritzt man vorsichtig die Rinde an mehreren Stellen ein. Ist darunter grünes, saftiges Gewebe sichtbar, arbeitet der Strauch noch. Braunes, trockenes Holz bedeutet abgestorbene Partien. Solche toten Bereiche schneidet man bis ins gesunde Holz zurück, sonst bieten sie Pilzen und Bakterien eine Eintrittspforte. Wer jetzt panisch nachschneidet, macht den Schaden größer. Der Strauch braucht erst einmal Ruhe, um die verbliebenen Knospen zu mobilisieren.
Die neuen Triebe erscheinen meist nicht dort, wo man sie erwartet. Viele Straucharten schieben sie aus der Stammbasis oder aus schlafenden Augen am mehrjährigen Holz. Diese Triebe sind zunächst weich und anfällig. Man lässt sie ungestört wachsen, bis sie eine Länge von etwa zwanzig bis dreißig Zentimetern erreicht haben. Jetzt kann man eine Auswahl treffen: Die kräftigsten und bestverteilten Triebe bleiben stehen, schwache und nach innen wachsende werden entfernt. Dieser Auswahl schnitt darf nie mehr als ein Drittel der neuen Triebe kosten, sonst wiederholt sich der Schock.
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