Thuja schneiden: grüne Nadeln oder kahles Holz

작성자 Esmeralda
작성일 26-09-13 04:50 | 8 | 0
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Wenn bereits ins alte Holz geschnitten wurde, hilft nur Geduld. Ein kompletter Rückschnitt auf den Stock ist bei Thuja selten erfolgreich, weil die Pflanze kaum aus dem Wurzelstock austreibt. Besser ist es, die kahlen Stellen über zwei bis drei Jahre hinweg von außen nach innen mit jungen Trieben zu überwachsen. Dazu wird der umliegende grüne Bereich leicht eingekürzt, damit er buschiger wird und die Lücke überdeckt. Ein radikaler Verjüngungsschnitt bleibt die Ausnahme und führt oft zum Verlust der gesamten Hecke.

Viele Fehler entstehen aus Zeitdruck oder Geldmangel. Typisch ist der Versuch, einen starken Ast mit einem Seil in die gewünschte Richtung zu ziehen, während jemand mit der Säge arbeitet. Das endet oft damit, dass der Ast unkontrolliert zurückschlägt oder die Säge klemmt. Ein anderer häufiger Fehler ist das Arbeiten ohne Sicherungsgeschirr in großer Höhe. Wer sich mit einer Hand festhält und mit der anderen sägt, hat keine Kontrolle mehr. Auch das Fällen ohne vorherige Rückweiche – ein Fluchtweg in einem Winkel von 45 Grad – ist eine unnötige Gefahr.

Ein weiterer Irrtum ist der Radikalschnitt nach der Ernte. Wer den Baum stark auslichtet, nimmt ihm genau die Blätter, die er für die Photosynthese und die Reservestoffeinlagerung braucht. Die Folge: weniger Blüten im nächsten Jahr, mehr Wasserschosse und ein geschwächter Baum. Nach der Ernte sollten nur notwendige Eingriffe erfolgen – kranke Triebe, abgebrochene Äste oder sich kreuzende Zweige. Alles andere wartet bis zum Spätwinter.

Thuja ist ein zuverlässiger Sichtschutz, solange der Schnitt innerhalb der benadelten Zone bleibt. Wer zu tief ansetzt, schneidet bis ins alte Holz und erntet braune, kahlen Stellen, die nicht mehr austreiben. Der Grund liegt im Aufbau der Pflanze: junge Triebe tragen ruhende Knospen, ältere Zweige haben diese Fähigkeit weitgehend verloren. Ein Rückschnitt in den mehrjährigen, nadelfreien Bereich zerstört das Gewebe, aus dem neues Grün entstehen könnte.

Ein letzter Rat betrifft den Standort. Hortensien am alten Holz blühen nur dann zuverlässig, wenn die Knospen den Winter überleben. In rauen Lagen schützt eine Lage Laub oder Reisig über dem Wurzelbereich und ein Vlies um die Triebspitzen. Wer sich nicht sicher ist, zu welcher Gruppe eine Pflanze gehört, schneidet zunächst nur erfrorene Spitzen ab und beobachtet, wo im Sommer die Blüten erscheinen. Diese Beobachtung ist die zuverlässigste Grundlage für alle weiteren Schnittmaßnahmen.

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt liegt im späten Frühjahr nach dem Austrieb oder im Sommer nach der Blüte. Ein radikaler Rückschnitt im Herbst ist riskant, weil die Pflanze dann nicht mehr genug Zeit hat, die Wunden zu schließen. Wer mit der Handschere arbeitet, kann Schritt für Schritt vorgehen und nach jeder Etage kontrollieren, ob die Form stimmt. Das Messer verleitet zum schnellen, groben Schnitt. Genau das sieht man dem Kirschlorbeer wochenlang an.

Hortensien sind keine einheitliche Gruppe, sondern mehrere Arten mit unterschiedlichem Blühverhalten. Wer im Frühjahr alle Triebe gleich zurückschneidet, entfernt bei manchen Sorten genau die Knospen, aus denen im Sommer Blüten werden. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob geschnitten wird, sondern wann und an welchem Holz die Blüten angelegt werden. Zwei Gruppen sind zu unterscheiden: Sorten, die am alten Holz blühen, und Sorten, die am neuen Holz blühen.

Zu den Sorten am alten Holz zählen die Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) mit ihren Teller- und Ballformen, Energiesparendes Wohnen die Samthortensie (Hydrangea aspera), die Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia) sowie die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris). Diese Pflanzen bilden ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr an den Enden der Triebe aus. Wer sie im Herbst oder zeitigen Frühjahr stark zurückschneidet, schneidet die Blüten des kommenden Sommers ab. Ein Rückschnitt ist hier nur nötig, wenn ein Trieb erfroren, Pflanzen im Innenraum vertrocknet oder zu dicht gewachsen ist.

Woran man altes und neues Holz erkennt Altes Holz ist die im Vorjahr gewachsene, inzwischen verholzte Substanz. Die Knospen sitzen dort dicht unter der Triebspitze und sind oft etwas dicker als Blattknospen. Neues Holz entsteht erst im laufenden Frühjahr aus dem unteren oder mittleren Bereich der Pflanze. Sorten am neuen Holz wie die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) und die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens) treiben aus dem Boden oder aus tiefen Knospen kräftig aus und blühen an diesen neuen Trieben. Bei ihnen ist ein kräftiger Rückschnitt im Spätwinter sogar erwünscht, weil er die Bildung kräftiger Blütentriebe fördert.

Bei Sorten am alten Holz wird ausschließlich oberhalb einer kräftigen Knospe geschnitten. Tote oder beschädigte Triebe entfernt man bis zum nächstgelegenen gesunden Seitenrieb. Triebe, die sich kreuzen oder in die Mitte wachsen, werden ganz herausgenommen, damit Licht und Luft in den Strauch gelangen. Ein Rückschnitt um höchstens ein Drittel der Trieblänge ist ausreichend. Wer eine Pflanze radikal reduziert, http://Neubert-Grosse.de/index.php?title=Wenn_die_Hecke_wellig_wächst,_hilft_nur_eine_Schnur muss mit einem blühfreien Jahr rechnen. Bei Sorten am neuen Holz schneidet man dagegen im Februar oder März alle Triebe auf etwa 30 bis 50 Zentimeter zurück; aus dem verbleibenden Holz treiben neue, kräftige und reich blühende Triebe aus.

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