Wenn der Herbst kommt, heilen Wunden langsamer
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Der richtige Zeitpunkt und die richtige Technik entscheiden Der Schnitt erfolgt bei den meisten Ziersträuchern direkt nach der Blüte. Wer Pflanzen im Innenraum zeitigen Frühjahr schneidet, entfernt das Holz, umweltfreundliche wandgestaltung an dem in diesem Jahr die Blüten sitzen würden. Ausnahme sind sommerblühende Arten wie Sommerflieder oder Rispenhortensie, die am einjährigen Holz blühen und im März zurückgeschnitten werden können. Der Schnitt selbst wird bodennah angesetzt, ohne einen Stummel stehen zu lassen. Ein kurzer Rest über dem Boden verheilt schlecht und wird zum Eintrittspunkt für Pilze. Die Säge wird flach geführt, nicht schräg gerissen, damit die Wunde klein bleibt.
Im Winter kontrolliert man den Austrieb. Steil stehende, kräftige Triebe werden auf kurze Zapfen oder auf eine nach außen zeigende Seitenknospe zurückgenommen. Achtung: ein harter Rückschnitt ins alte Holz bringt fast immer neue Wassertriebe hervor. Wer sein Bäumchen jährlich stark zurückschneidet, züchtet Holz statt Äpfel. Auch ein stickstoffbetonter Dünger, besonders im Sommer, fördert den Wuchs. Die Düngung sollte sich nach der Blüte und dem Fruchtansatz richten, nicht nach dem Laubwachstum.
Beim Rebschnitt entscheidet nicht das Auge allein über den Ertrag, sondern die Kombination aus Augen pro Rebe, Fruchtbarkeit der Sorte und Standraum. Ein Winzer, der nur zählt, aber die Sorteneigenschaften ignoriert, schneidet entweder zu streng oder zu lasch. Wer den Ertrag dosieren will, muss wissen, wie viele Augen tatsächlich austreiben und wie viele davon Trauben tragen.
Was tun, wenn der Baum bereits Wassertriebe treibt Zunächst nichts drastisch abschneiden. Ein Wassertrieb ist ein Ventil des Baums. Wer alle auf einmal entfernt, provoziert im nächsten Jahr die doppelte Menge. Besser ist es, sie über zwei bis drei Jahre zu reduzieren. Im Sommer, etwa Juli bis August, werden Triebe, die nicht ins Kronengerüst passen, an der Basis abgerissen statt geschnitten. Der Riss hinterlässt eine flachere Wunde, und der Baum treibt dort seltener neu aus. Triebe, die als Ersatz für altes Fruchtholz dienen sollen, lässt man stehen und bindet sie flach, fast waagerecht, an einen Draht oder Ast. Durch die waagerechte Lage verändert sich der Hormonhaushalt, und der Trieb beginnt, Blütenknospen anzulegen.
Die Kontrolle kommt im Sommer: Nach dem Austrieb werden die Triebe gezählt und mit der Ernteplanung abgeglichen. Wer schon beim Schnitt zu knapp kalkuliert, kann später nicht mehr ausgleichen. Deshalb gilt: Lieber etwas mehr Augen ansetzen und später ausdünnen als zu früh zu streng sein. So bleibt der Ertrag steuerbar und die Rebe gesund.
Die richtige Technik beim Abspannen beginnt mit einem Zugseil, das mindestens zwei Drittel der Astlänge entfernt und leicht oberhalb der Schnittstelle befestigt wird. Das Seil wird straff gezogen, aber nicht so stark, dass der Ast bricht. Danach setzt man den ersten Schnitt auf der Zugseite an, etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt. Der zweite Schnitt erfolgt von der Druckseite, leicht versetzt. Erst wenn der Ast beginnt, sich zu senken, wird das Seil langsam nachgelassen. Wer zu früh loslässt, riskiert ein Zurückschlagen. Wer zu spät nachgibt, klemmt die Säge ein.
Das Prinzip ist einfach: Ein Strauch besteht aus einer Mischung von ein-, zwei- und mehrjährigen Trieben. Die jungen tragen die meiste Blüte, die alten halten die Struktur. Wer jedes Jahr die ältesten, dicksten und dunkelsten Triebe bodennah herausschneidet, verjüngt den Strauch kontinuierlich, umweltfreundliche Wandgestaltung ohne ihn seiner gesamten Blattmasse zu berauben. Ein Drittel ist dabei keine mathematisch exakte Größe, sondern eine Orientierung. Bei einem Strauch mit zwölf Grundtrieben entfernt man also vier, bei einem mit sechs entsprechend zwei.
Was die Blattstellung über den richtigen Tag verr
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