Pflaume oder Zwetschge: Was beim Auslichten wirklich zählt

작성자 Stephany
작성일 26-09-13 05:41 | 4 | 0
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Für die Praxis gilt eine einfache Faustregel: Pro Auge rechnet man mit etwa 150 bis 250 Gramm Trauben, abhängig von Sorte, Boden und Witterung. Wer also eine bestimmte Menge pro Stock anstrebt, teilt diese Menge durch den mittleren Ertrag pro Auge und erhält die nötige Augenzahl. Ein Beispiel: Bei erwarteten 200 Gramm pro Auge und einem Ziel von zwei Kilogramm pro Stock bleiben zehn Augen stehen. Diese zehn Augen verteilt man auf ein oder zwei Ruten – je nach Erziehungssystem und Sortengewohnheit.

Wer nach dem Schnitt sofort nacharbeitet, macht den nächsten Fehler: Das Nachschneiden mit einer anderen, womöglich stumpferen Klinge reißt die bereits angegriffene Rinde erneut auf. Besser ist ein einziger, Ossenberg.ch gut vorbereiteter Schnitt. Lässt sich ein Ausfransen trotzdem nicht vermeiden, sollte der Rand mit einem scharfen Messer vorsichtig nachgeglättet werden, ohne weiter ins Holz zu schneiden. Anschließend genügt es, die Wunde in Ruhe zu lassen. Wundverschlussmittel sind umstritten, weil sie den Saftstau verstärken können.

Der häufigste Fehler: http://Ossenberg.ch/index.php?title=Wer_Falsch_Auslichtet,_Verliert_Die_Halbe_Ernte Ein Radikalschnitt wird wie ein Formschnitt ausgeführt. Here is more information regarding alles dazu check out the site. Man kürzt nur die Spitzen, die Pflanze bleibt innen kahl, und im nächsten Jahr wächst alles noch dichter. Umgekehrt wird ein Formschnitt oft zu radikal ausgeführt, weil man „Platz schaffen" will. Dann fehlt die grüne Substanz, und die Pflanze braucht Jahre, um die Lücke zu schließen.

Ein häufiger Fehler ist der Schnitt in praller Mittagssonne. Die frischen Schnittstellen trocknen dann aus und die Pflanze verliert unnötig Wasser. Besser ist der frühe Morgen oder ein bewölkter Tag. Ebenso falsch: das Abschneiden von Blättern, die noch grün sind und Photosynthese betreiben. Nur braune, vertrocknete oder von Krankheit befallene Pflanzenteile gehören entfernt. Bei Stauden mit hohlen Stängeln, etwa beim Sonnenhut, schneidet man nicht zu tief, damit kein Wasser in die Hohlräume eindringt und fault.

Die Entscheidung hängt also nicht vom Kalender allein ab, sondern vom Zustand der Pflanze. Ein Formschnitt ist Routine, ein Radikalschnitt ist eine Korrektur. Wer das trennt, schneidet zum richtigen Zeitpunkt und mit dem richtigen Ergebnis.

hq720.jpgVor dem Radikalschnitt sollte klar sein, welche Triebe bleiben. Mindestens drei bis fünf kräftige, gut verteilte Haupttriebe stehen lassen, den Rest entfernen. Schnittstellen über einem nach außen zeigenden Auge setzen, nicht zu weit darüber – ein langer Stummel fault leicht ein. Bei starkem Rückschnitt in einem Jahr nicht zusätzlich düngen. Die Pflanze braucht Kraft für den Neuaustrieb, nicht für übermäßiges Wachstum.

Warum die Zahnform wichtiger ist als die Klingenlänge Für den Saftfluss ist weniger die Länge der Klinge entscheidend als ihre Zahnung. Eine Säge mit grober, weit stehender Zahnung und ohne Schränkung neigt dazu, die Fasern herauszureißen. Besser geeignet sind fein gezahnte Sägen mit gehärteten Zähnen, die auf Zug schneiden. Sie dringen mit weniger Druck ins Holz ein, hinterlassen eine glattere Schnittfläche und reduzieren den Saftaustritt messbar. Bei Scheren zählt dagegen, dass die Klinge die Gegenschneide nicht nur berührt, sondern sauber an ihr vorbeigleitet. Klafft zwischen beiden ein Spalt, wird der Zweig eingeklemmt statt durchtrennt.

Ein weiterer typischer Fehler ist der Rückschnitt von Stauden, die sich über Samen vermehren sollen. Wer auf natürliche Ausbreitung setzt, lässt die Blütenstände bis zum Frühjahr stehen und schneidet erst dann die vertrockneten Stängel ab. Das betrifft Arten wie Akelei, Glockenblume oder Storchschnabel. Bei ihnen ist der Schnitt nach der Blüte kontraproduktiv, wenn man möchte, dass sie sich im Beet selbst ansiedeln. Hier reicht es, nur kranke oder abgeknickte Triebe zu entfernen.

Der eigentliche Auslichtungsschnitt betrifft das Innere der Krone. Ziel ist eine Struktur, bei der das Licht bis in den Kern fällt und die Früchte gleichmäßig ausreifen. Dazu werden ganze Äste bis zum nächsten kräftigen Seitenast abgeleitet, nicht einfach eingekürzt. Ein Rückschnitt auf eine nach außen zeigende Knospe oder einen jungen Trieb erhält den natürlichen Wuchs. Beim Ableiten wird der Ast so entfernt, dass ein neuer Leittrieb entsteht. Wer nur die Spitzen kappt, fördert den Austrieb an genau der Stelle und verschlimmert die Verdichtung.

Wann ein Radikalschnitt notwendig wird Ein Radikalschnitt setzt deutlich tiefer an. Er entfernt ganze Äste, kappt den Haupttrieb oder schneidet bis ins mehrjährige Holz zurück. Sinnvoll ist er, wenn ein Gehölz verkahlt ist, wenn eine Krone zu dicht steht, wenn ein Strauch nach Jahren ohne Pflege wieder austreiben soll oder wenn eine Pflanze schlicht zu groß für ihren Platz geworden ist. Der Zeitpunkt ist hier entscheidend: Laubgehölze schneidet man im Spätwinter vor dem Austrieb, sommerblühende Sträucher direkt nach der Blüte. Immergrüne reagieren empfindlich auf Frost – hier erst nach dem letzten Frost schneiden, sonst erfrieren die freigelegten Triebe.

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