Warum schützt der Schnitt im Spätwinter die Fassade am längsten?

작성자 Maddison Buckle…
작성일 26-09-13 05:46 | 3 | 0
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Der Spätwinter ist die Zeit, in der viele Gehölze noch in der Ruhephase stecken, aber die Tage bereits länger werden. Ein Schnitt jetzt hat einen entscheidenden Vorteil: Die Pflanze reagiert nicht sofort mit starkem Austrieb, weil die Knospenruhe noch nicht vollständig gebrochen ist. Die Wunden bleiben länger unverschlossen, aber genau das ist gewollt. Denn in dieser Phase sind die meisten Pilzsporen und Insekten noch nicht aktiv. Die Schnittstellen können in Ruhe ausheilen, bevor der Frühling den Stoffwechsel der Pflanze und den der Schädlinge gleichzeitig anwirft.

Nach dem Austrieb zeigt sich, ob die Dosierung gestimmt hat. Zählt man Mitte Mai die Triebe mit Blütenständen, sieht man sofort, ob zu viele oder zu wenige Augen angesprochen haben. Bei zu vielen Trauben entfernt man früh einzelne Gescheine, bei zu wenigen lässt man alles stehen. Diese Kontrolle ersetzt keine Planung, korrigiert aber Fehler, die man beim Schnitt gemacht hat. Wer jedes Jahr auf diese Weise nachjustiert, findet für seinen Standort und seine Sorte die passende Augenzahl.

Entscheidend ist der Zeitpunkt: Here is more information regarding http://flughafentransfer-goeppingen.gmbh/ check out our webpage. nicht mitten im Januar, wenn strenger Frost droht, und nicht erst im April, Platzsparende Möbel wenn die Knospen schon schwellen. Ideal sind Tage mit Temperaturen knapp über null Grad, an denen nachts leichter Frost möglich ist, aber tagsüber kein Wasser mehr in den Leitungsbahnen gefriert. Ein Schnitt bei starkem Frost führt zu Gewebeschäden, weil die Schnittfläche aufreißt. Ein Schnitt bei mildem Frühlingswetter hingegen öffnet Pilzen und Bakterien Tür und Tor.

Nicht jeder Ast, der stört, muss fallen. Flach abgehende, gut verteilte Leitäste bleiben stehen, denn sie bilden das Grundgerüst der Krone. Auch kurze, fruchttragende Seitentriebe behält man, solange sie genügend Licht bekommen. Faules Holz in kleinen Mengen ist kein Grund, gleich einen ganzen Ast zu entfernen, solange die Wunde sauber aussieht und nicht weiterfault. Wer unsicher ist, lässt lieber einen Trieb mehr stehen und schneidet im Folgejahr nach. Ein zu radikaler Eingriff kostet den Baum mehr Kraft als ein moderater Schnitt.

Der richtige Zeitpunkt hängt von der Blüte ab. Sträucher, die am mehrjährigen Holz blühen – etwa Forsythie, Flieder oder Deutzie –, schneidet man direkt nach der Blüte. Wer erst im Herbst oder Winter zur Schere greift, entfernt bereits die Knospen für das nächste Jahr. Bei Sommerblühern wie Sommerflieder oder Hibiskus, die am einjährigen Holz blühen, ist der späte Winter oder das zeitige Frühjahr ideal, weil sie ohnehin jedes Jahr neu austreiben.

Beim Rebschnitt entscheidet nicht die Gesamtzahl der Augen am Stock über den Ertrag, sondern die Zahl der Augen, die tatsächlich austreiben und Trauben tragen. Ein Auge ist eine Knospe am einjährigen Holz. Aus ihr entwickelt sich im Frühjahr ein Trieb mit Blättern und – je nach Sorte und Lage – ein bis drei Trauben. Wer den Ertrag dosieren will, muss also wissen, welche Augen zählen und wie viele davon stehen bleiben dürfen.

Worauf es beim Schnitt wirklich ankommt Das Werkzeug muss sauber und scharf sein. Eine unsaubere Schnittfläche franst aus und bietet Angriffsfläche. Deshalb vor dem Einsatz die Klinge desinfizieren und zwischendurch bei jedem Baumwechsel erneut reinigen. Der Schnitt selbst erfolgt knapp über einer nach außen zeigenden Knospe, in einem Winkel von etwa 45 Grad. Ein zu flacher Schnitt hinterlässt eine große Wunde, ein zu steiler Schnitt heilt schlecht ab. Die Schnittstelle darf nicht zu nah an der Knospe liegen, sonst vertrocknet sie, aber auch nicht zu weit entfernt, sonst bleibt ein Stummel, der zurückstirbt.

Typische Fehler im Spätwinter: zu viel auf einmal wegnehmen. Wer mehr als ein Drittel der Krone entfernt, zwingt die Pflanze zu hastigem Neuaustrieb, der spätfrostgefährdet ist. Ein weiterer Fehler ist der Schnitt bei Tauwetter mit nasser Witterung. Dann kann sich Feuchtigkeit in den Wunden sammeln und Fäulnis auslösen. Auch das Abschneiden von dickeren Ästen mit einer Astschere statt mit einer Säge ist problematisch, weil die Schere das Holz quetscht. Bei starken Ästen immer eine Säge verwenden und die Schnittfläche glatt nacharbeiten.

Wer den Schnitt im Spätwinter durchführt, sollte auf trockene, frostfreie Tage achten, das Werkzeug desinfizieren und nicht zu tief ins alte Holz schneiden. Größere Wunden können mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden, müssen aber nicht. Wichtiger ist, dass die Schnittfläche glatt ist und nach außen zeigt. So übersteht die Pflanze den Rest des Winters ohne Stress und treibt im Frühling kräftig und gesund aus. Die Fassade – im wörtlichen wie übertragenen Sinn – bleibt dadurch am längsten geschützt.

Wer eine Thuja stark zurückschneidet, erlebt oft eine böse Überraschung: Die Pflanze treibt an den kahlen Stellen nicht wieder aus. Der Grund liegt in der Wuchsbiologie. Thuja bildet ihre neuen Triebe fast ausschließlich an grünen, benadelten Zweigen. Wird bis in den alten, holzigen Bereich geschnitten, fehlen dort schlafende Augen, aus denen neues Grün entstehen könnte. Die Konsequenz: dauerhafte Lücken, braune Partien und ein Formverlust, der sich nicht mehr korrigieren lässt.

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